Die Trommel

Trommelbazi

Die Trommel wurde uns von der Firma „Lefima“ aus Mitleid gestellt, weil die alte Trommel kaputt war. Es ist ein Lefima „Ultimate“ Modell mit Powerstroke-Fellen.

Um den Belastungen des „Stiers“ Matthias „Voadan“ Riepl bzw. unseres Trommelbazis Michl Hopfensperger standzuhalten, wurden von der Firma Lefima bei der Fertigung der Trommel Werkstoffe und Verfahren eingesetzt, die später in die Raumfahrt und in die Formel 1 übernommen wurden:

Die äußere Schicht der Trommel besteht aus handgeschöpften Quarz-Glasfaser Kacheln.

Der farbige, weiß-blaue Überzug besteht aus Kobalt-Glaspuder mit Borsilikat vermischt und wurde bei 1200 Grad 90 min gebacken.

Eine weitere besonders kritische Stelle sind die Spannreifen: Diese bestehen aus  Kohlefaser-verstärktem Siliziumkarbit, ein Material, welches auch in den Bremsscheiben der Formel 1 zu finden ist.

Die Spannreifen müssen trotzdem bei jedem zweiten Auftritt gewechselt werden.

Dieses Material ist neben der Trommel auch  in den Hitzekacheln auf der Spitze der Space-Shuttles zu finden, damit diese dem Wiederstand beim Eintritt in die Erdatmosphäre standhalten. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre ist der Orbiter bis zu 33.000 km/h schnell und erhitzt sich dabei auf über 1600 Grad. Ähnliche Belastungswerte werden bei „Schied Ei“ erreicht.

Die Trommel ist mit einer Helium-Argon Gasmischung gefüllt.

Die Trommel wird mit speziellen Heizdecken vor jedem Auftritt auf Betriebstemperatur gebracht. Am Kötztinger Pfingstfest ist Bernie Ecclestone auf diese Heizdecken aufmerksam geworden und hat bei der Fa. Lefima angefragt, ob er diese Heizdecken auch als Reifenheizdecke in die Formel 1 übernehmen kann.

Derzeit sind Verhandlungen mit einem österreichischem Energydrink-Hersteller im Gange, um einen neuen Rekordsprung aus der Härtlphere, die 30 KM über der Stratosphäre liegt, zu wagen. Als Versuchsperson hat der Kassier des Krieger- und Soldatenvereins Pentling seine Ehefrau angemeldet.

PIC_Trommel_Schweißen

Hier seht Ihr einen Mitarbeiter der Abteilung Korpusbau beim Schweißen des Korpus. Anschließend wird der Korpus bei ca 3000 Grad Celsius ausgehärtet. (Quelle Foto: Fronius International GmbH)